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Wie ich zu einem Field Trial Labrador kam?

1997 bekam ich meinen ersten ‘halben’ Retriever und damit ging die Auseinandersetzung mit dem Wesen des Hundes erst richtig los. Ein Eigenstudium durch Lesen von zahlreichen Büchern und Besuchen von etlichen Seminaren hat mich zu der Rasse Retriever gebracht und es entwickelte sich eine Faszination, die immer weiter anwuchs. So kam es, das meine erste Retrieverhündin 1999 bei uns einzog. In der Zeit von 1998 bis 2001 arbeitete ich als Ausbilderin in einer Hundeschule, von Welpenprägestunden, Junghundkursen bis hin zum Erwachsenenhund und Apportierhund. Während dieser Zeit lernte ich die Rasse Retriever immer näher kennen und lieben. Heute führe ich meine Hunde auf Workingtests, FT und sie kommen bei der Niederwildjagd zum Einsatz. Seit 2006 kann ich dies auch als aktive Jägerin tun.

Im März 2004 zog dann eine FT Labradorhündin Quick Step Jody of Mountain Forest Glade bei uns ein. Nach diesem Weg von 1997 bis heute 2011 ist die Faszination für die Rasse der Retriever immer mehr geworden.

Der Labrador wurde ursprünglich als Jagdhelfer gezüchtet, als Hund, der nach dem Schuß zum Einsatz kam. Dazu war es notwendig, das er ruhig und aufmerksam warten konnte um dann nach Erlegung des Wildes zum Einsatz zu kommen. Er musste sich über lange Zeit Fallstellen merken und Ruhe bewahren, ein hektischer Hund wäre hier fehl am Platze. Er wurde zusammen mit anderen Artgenossen auf Wagen und Pritschen transportiert um zu den Treiben/ Jagden zu gelangen, dies war meist eng und unbequem, auch hier wäre ein unverträglicher Hund gegenüber seinen Artgenossen nicht gewünscht. Manchmal hat man die Chance seine Hunde auf Field Trials (Jagdliche Prüfungen an Niederwild (ausgenommen Rehwild) in England, Belgien, Italien oder Deutschland auf naturell gamefinding basierend) zu führen, wo genau diese Eigenschaften abgefragt werden. Und es zeigt sich ob der Hund den Anforderungen dieser Jagden gewachsen ist. Dieser Einsatzbereich spielgelt für mich am Besten die Arbeitseigenschaften und das Wesen des Labradors wider. Aber nicht nur auf diesen Prüfungen, auch im ‘normalen’ Jagdalltag, sei es bei der Taubenjagd, dem Entenstrich oder Treibjagden, kann der Labrador hervorragend seine Fähigkeiten zeigen. Es ist auch für den Jäger entspannend einen entspannten Partner neben sich zu wissen.

Nun hat nicht jeder die Möglichkeit und Mutivation an jagdlichen Prüfungen teilzunehmen, so können auch auf Workingtesten (Arbeitsprüfung mit Dummys) einige dieser Fähigkeiten abgefragt werden. Diese Hunde brauchen den Menschen, sie lieben es mit ihrem Familienrudel zusammen zu leben und zu arbeiten. Um den Erhalt dieser Eigenschaften geht es bei unserer Zucht und wir versuchen ihnen nahe zu kommen.

 

 

  © 2011 Heike Reichelt